Liebe Jugendliche – bleibt wehrhaft. Bleibt friedenstüchtig.

Gegen die Musterungs- und Wehrpflicht und Kriegstreiber.
Heute Morgen sah ich diesen Post auf Tweet und dachte sofort. Guter Junge. Gute Worte. Leider der falsche Absender. Hort euch an, was er zu sagen hatte und klickt einfach auf das Bild.
Die AfD ist wie jede andere Partei, in der die Politiker es wie immer versuchen,
den Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit mit rhetorischen Geplänkel zuzuschütten, Eine Tatsache, die für
einen Nichtwähler wie mich nichts Neues ist und die eigentlich keine weitere Wertschätzung verdient hat, in dem ich hier auf wortmut darüber schreibe.
Das tue ich jedoch, weil es in diesem Falle um einen ganz besonderen Graben geht.: um den
Schützengraben.
Denn genau dort sehen
deutsche Politiker schon wieder die
Zukunft ihrer Jugend. Dazu gehört
definitiv auch die AfD.
Die AfD
hat
nach wie vor
in ihrem Grundsatzprogramm die Wiedereinführung der Wehrpflicht stehen. Für jeden Jugendlichen gut nachlesbar und sie weicht nicht davon ab,
trotz halbgarer, interner Diskussionen und unterschiedlicher Auffassungen. Die Parteispitze oder die Basis könnte eine Streichung jederzeit veranlassen. Tut sie aber nicht.
Ein Grundsatzprogramm oder ein einzelner Passus einer politischen Partei in Deutschland lässt sich bekanntlich jederzeit
durch einen formellen Beschluss des höchsten Parteiororgans, in der Regel des
Bundesparteitages, ändern. Das Parteiengesetz (PartG) schreibt hierfür ein streng geregeltes, demokratisches Verfahren vor. Der Ablauf gliedert sich in folgende wesentliche Schritte:
1. Initiierung und Antragstellung
Eine Änderung kann nicht spontan beschlossen werden. Es muss ein schriftlicher Änderungsantrag eingereicht werden. Antragsberechtigt sind je nach Satzung der Partei:
- Der Parteivorstand
- Landes- oder Bezirksverbände
- Bestimmte innerparteiliche Arbeitsgemeinschaften oder Vereinigungen
- Eine in der Satzung festgelegte Mindestanzahl an Parteimitgliedern (Mitgliederbegehren)
Interessant übrigens: Einige Parteien sehen in ihren Satzungen vor, dass grundlegende Programmänderungen oder komplett neue Grundsatzprogramme im Rahmen einer Mitgliederbefragung oder Urabstimmung beschlossen werden können. Das Ergebnis muss dann meistens vom Parteitag formal bestätigt werden, besitzt aber politisch die höchste Bindungskraft. Die AfD ermöglicht das jedoch nicht, so weit ich recherchiert habe.
Es gibt also keine Bewegung an der gesellschaftspolitischen Frontlinie,
an der sich die Jugend mutig gegen die Wehrpflicht formiert und die
AfD ihre Truppen - nicht mal insgeheim - für die Wehrpflicht mobilisiert.
Dabei träumt diese Partei sogar von der
Wiederbesinnung auf den
traditionellen, militärischen Korpsgeist. Ein Ungeist, der Deutschland bekanntlich in zweit Weltkriege geführt hat; mit vernichtenden Niederlagen und
unendlichen Verbrechen an der Menschlichkeit.



Jedem das Seine. Jeder Partei sei ihr Grundsatzprogramm gegönnt. Aber neben der Forderung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht widert mich noch mehr die "ideele Revitalisierung" der Bundeswehr an. Als Pazifist sei mir dies gestattet. Und wenn ich von der reaktionären, ewiggestrigen Sehnsucht nach alten deutschen Werte und Tugenden wie Ehre, Treue, Kameradschaft und Tapferkeit lese, dann habe ich sofort die Konzentrationslager, die vielen Massengräber und am Ende die zerstörten deutschen Städte und Kriegsversehrten vor Augen.
Wer also heute schon wieder an diese altdeutschen Werte appelliert, dem empfehle ich neben Rheinmetall auf jeden Fall
noch die Ottobock Aktie, die es letztes Jahr an die Börse trieb und die es noch sehr günstig zu erwerben gibt.
Das
deutsche Unternehmen gilt als
Weltmarktführer in der Prothetik, u.a.
mit
"Mikroprozessorgesteuerten Bein- und Armprothesen" und ist auch in diesen Bereichen sehr erfolgreich aufgestellt:
NeuroMobility (Orthetik & Rollstühle), Computergesteuerte Orthesen, sowie Hightech-Rollstühlen, Exoskeletten und Komponenten und Werkstoffen für orthopädietechnische Werkstätten. Da bekommt doch die ebenfalls altdeutsche Gesinnung
"Am deutschen Wesen soll die Welt genesen"
eine ganz andere, fast schon humane Bedeutung.
Doch zurück zur AfD, die in ihrem
Grundsatzprogramm militärisch voraus marschiert und in öffentlichen
Talkshows und Debatten fleissig zurückrudert. Dort
relativieren dann ihre Politiker den Standpunkt der Partei und positionieren sich rein rhetorisch anders. Und sie begründen dies scheinheilig mit ihrer
Angst vor dem Einsatz der Soldaten in "fremden Kriegen". In eigenen Kriegen hingegen nicht?
Es klingt daher fast schon lustig, wenn Tino Chrupalla oder Björn Höcke und andere AfD Politiker sich regelmäßig zu erklären versuchen, warum die AfD im Bundestag gegen wehrpolitische Maßnahmen stimmt,
obwohl die Wehrpflicht eine ihrer ältesten Kernforderungen ist. Es ist also offensichtlich:
Kriege, die im Interesse des deutschen Volkes geführt werden sind für die AfD völlig in Ordnung und der Nato Befehlshaber wird das sicherlich auch immer so sehen.
Liebe Jugend. Lasst euch nicht verarschen, Entscheidend bleibt alleine was im Grundsatzprogramm der AfD steht. Ihr solltet daher ganz genau hinschauen, wer wirklich gegen die Musterungs- und Wehrpflicht ist und ihr solltet keine Partei unterstützen, die eure politische Forderung relativiert.
Ich bin sowieso sehr gespannt, welche Partei sich schon bald an die Spitze dieser Bewegung setzt, sollte sie in den kommenden Wochen und Monaten an Fahrt aufnehmen. Wäre ich der politische Berater der FDP und der jungen Liberalen, ich würde dieser schwer angeschlagenen Truppe raten, alles auf eine komplett neue Karte zu setzen und ihre militär- und kriegssaffine Mutter Courage schnellstens auszumustern. Was spricht für einen Liberalen und freien Demokraten denn dagegen, sich mit der deutschen Jugend für eine Zukunft in Frieden und Freiheit zu solidarisieren und sich gegen die M usterungs- und Wehrpflicht zu stellen? Aber ich vermute, auch diese Chance verpasst die FDP, erneut wie sie ja bereits alle Chancen in der Plandemie für eine liberale und freie Gesundheits- und Innenpolitik verspielt hat. Und so ist es eher wahrscheinlich, dass die Partei schon bald unter Sonstige geführt wird.
Liebe Jugend. Bleibt wehrhaft. Gegen die Musterungs- und Wehrpflicht und bleibt wachsam, welche Partei euch in Zukunft zu instrumentalisieren versucht. Im Idealfall reaktiviert ihr die von vielen ersehnte Friedensbewegung aus meiner Jugendzeit oder ihr gründet sie komplett neu. Und im noch idealeren Idealfall entwickelt sich aus der Bewegung heraus eine kraftvolle ausserparlamentarische Opposition, die sich gegen das politische Establishment richtet und, über die deutschen Grenzen hinweg, an die Jugend dieser Welt appelliert und ihr ein Zeichen gibt, das Deutsche nie wieder zur Waffe greifen werden, um die Konflikte ihrer politischen Eliten zu lösen.
Setzt den altdeutschen Werten und Tugenden
neudeutsche Werte entgegen, die die Menschen auch global verstehen:
Empathie, vitale Lebensfreude, Barmherzigkeit, Nachsichtigkeit, Friedfertigkeit, Völkerverständigkeit und den Mut zur Menschenliebe, so schwer es manchem vielleicht auch fallen mag.
Eure Zukunft liegt in keiner Partei. Nehmt die Schaufeln in die Hand
und schüttet die Schützengräben zu, die die Politik und der militärisch-industrielle Komplex nur für euch ausgegraben haben.











