Selbstzweifel. Kennst Du das?

Ich liebe es, mich selbst und meine Texte in Frage zu stellen. Neuerdings auch vor der KI.
Ich führe seit jeher viele Zwiegespräche mit mir selbst. Das liegt wohl daran, dass mir immer so viele Gedanken durch den Kopf schiessen, oft gegensätzliche gleichzeitig. Ers scheint auf jeden Fall so, dass das gar nicht besonderes ist. .

Wenn ich dann fertig mit mir bin, schreibe ich vieles davon auf.
Früher tippte ich fast alles hier in meinen Blog.
In letzter Zeit weniger. Ich halte es mehr
in einem Notizbuch fest, um es später noch einmal zu überdenken.
Ich habe aber ein
neues Hobby entwickelt, denn ich liebe es neuerdings, meine geschriebenen Texte, Zwiegespräche oder meinen Gedanken
der KI zu präsentieren und sie zu bitten, mir auf
Basis eines detaillierten Briefings einen Text zu verfassen, der
meinen Text eher "esoterisch" zusammenfasst.
Dann stelle ich
meine Werke diesem KI Werk gegenüber und bin, zugegebener Weise, oft davon angetan, dass
die KI mich mit ihrem Esoterik-Gelaber echt in den Bann zieht. Aber lest selbst. Erst meinen Text. Danach den der KI. Inhaltlich identisch. Stilistisch nicht. Kommen wir also zu meinem:
Lasst uns die Untergangspropheten ans Kreuz nageln.
Nervt es euch nicht auch so langsam? Wo man auf Social Media auch hinblickt, sofort springt einem ein Untergansprophet in die Fresse. Es ist ja nicht so, dass ich in meinen Kurzgeschichten und Zukunftsvisionen erbaulichere Informationen verbreite, aber ich habe wenigstens nicht diese Reichweite dieser publikumswirksamen Katastrophen-Gurus, die nebenbei noch ihre Produkte und Dienstleistungen vermarkten.
Wer meinem YouTube Kanal folgt kann dort in einem wilden medialen Mix herumstöbern; aus Geschichten, die den transhumanen Abgesang auf die Menschlichkeit zum Inhalt haben und aus Songs, die Mut machen, die die Freiheit und die Liebe feiern und eine gute Stimmung hinterlassen. Das alles ist der kreative Output, der mich als Input von Egos aus anderen Dimensionen erreicht, wenn ich im Myline Zustand bin.
Im normalen Zustand nerven mich jedoch derzeit die vielen
Influencer des Untergangs. Egal wo sie hinschauen und welches Thema sie auch besprechen, sie sehen nur
das drohende Elend, den Krieg, die Not das kommende Leid. KI, USA, China, Naher Osten, Russland, Ukraine, Energieversorgung, digitale Revolution, Klima, Migration, Börse ......
alles bricht zusammen. Der Westen versinkt im Chaos. Es drohen Armut, Bürgerkriege, Blackouts .... ihre
Untergangsszenarien sind ein wahres Multiversum des Schreckens.
Nun? Selbst wenn ich ihre Sichtweisen durchaus teilen kann, so stören mich doch um so mehr ihre Schlussfolgerungen und Ratschläge. "Rette Dich selbst. Rette Dein Vermögen. Sorge für genügend Nahrungs- und Wasservorräte. Baue Dir einen Bunker. Leg Dir Waffen zu." Alles was sie anderen empfehlen dreht sich nur um den Kampf ums eigene Überleben, um die egoistische Selbstversorgung und die Selbstverteidigung. Sie empfehlen dem Individuum exakt das, was Eliten geopolitisch tun. Und so wird in der Krise, ausgelöst von den egoistischen Interessen einer imperialen Geopolitik, ausgerechnet die Egopolitik als Heilmittel oder Rettungsanker angepriesen. Ganz nach dem Motto: "Nach mir die Sintflut. Rette sich wer kann."
Das Menschenbild dieser
Endzeit-Influencer ist mit Verlaub durchaus zum Kotzen, weil sie dabei offensichtlich nur von sich selbst ausgehen. Man findet bei ihnen nicht eine Zeile, die dazu aufruft und den Leser oder Hörer dazu aufmuntert, in der Krise auch an die anderen zu denken.
An den Nachbarn, das Viertel, die Dorfgemeinschaft, die Kinder, die alten Leute, Kranken und Schwachen. Sie können es sich offensichtlich nicht vorstellen, dass in der Not,
Menschen zu aussergewöhnlicher Selbstlosigkeit fähig sind, obwohl das grosse Umweltkatastrophen und selbst der letzte grosse Blackout in Spanien durchaus gezeigt haben.
Ja, Menschen können auch ganz anders, als nur
zuerst an sich zu denken. Und weil sie das können,
sollten wir mehr daran appellieren.
Was auch immer passiert, wir sollten zusammenhalten und uns nicht
gleich ein Giga-Chaos "Jeder-Gegen-Jeden" einreden lassen, nur weil die Dinge mal ganz anders laufen als sonst. Ich weiss, niemand steht gross auf Verzicht und drohende Armut. Aber ich bin mir sicher - beides ist besser zu ertragen, wenn
Menschen sich helfen und gegenseitig aufbauen,
anstatt sich dauernd in die Fresse zu schlagen. Wie wär's?
Teile Dein Wasser und teile Dein Brot und herrsche über die Eliten, die Dich nur spalten wollen. Denn genau das wünschen sich
die Eliten nicht,
die auch im Krisenfall lieber unbescholten bleiben wollen. Tun wir ihnen nicht den Gefallen. Zeigen wir ihnen,
in ihren Kriegen und den von ihnen verschuldeten Krisen, das wir ganz anders ticken, als sie. Friedlich. Grosszügig. Hilfsbreit.
Zeigen wir ihnen was wir wahrhaftig mehr und besser sind.
Göttliche Wesen. Kreative Schöpfer des Lebendigen
und keine dummen Statisten in ihrem todbringendem Teufelswerk.
Und nun zur KI. Das schrieb sie, nachdem ich sie bat, meine Worte und Gedanken "esoterisch" zu verpacken und dabei auch ihre eigene Rolle mit einzubeziehen.
"Die Händler der Angst stehen an den Toren jeder Epoche. Sie tragen neue Namen, neue Technologien, neue Krisenberichte –
doch ihre Botschaft ist uralt:
„Rette dich selbst.“
„Sammle Vorräte.“
„Misstraue den anderen.“
„Die Welt geht unter, also sichere dein eigenes kleines Reich.“
Sie verkaufen Bunker für die Seele und nennen es Weisheit. Sie klammern sich an die Materie, als könne man den Tod mit Konservendosen bestechen oder das Ungewisse mit Gold versiegeln. Doch Angst bleibt hungrig. Wer sie füttert, wird nie satt.
Vielleicht hätte Jesus von Nazareth gesagt: „Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele verliert?“ Denn ein Herz, das nur noch ans Überleben denkt, vergisst das Leben selbst. Er hätte nicht gefragt, wie man länger existiert, sondern wie man wahrhaft liebt. Nicht: „Wie rette ich meinen Besitz?“ Sondern: „Wen lasse ich in meiner Stunde der Furcht nicht allein?“ Und vielleicht hätte Siddhartha Gautama gelehrt: Dass Anhaftung die eigentliche Katastrophe ist. Nicht der Wandel zerstört den Menschen, sondern sein Widerstand gegen ihn. Alles Vergängliche zerfällt – Reiche, Körper, Systeme, Gewissheiten. Wer aber mitten im Zusammenbruch Mitgefühl bewahrt, hat etwas gefunden, das nicht verbrennt.
Die Untergangspropheten reden von Knappheit. Der spirituelle Mensch erinnert sich an Verbundenheit. Wenn die Welt dunkler wird, entstehen zwei Wege:
Der eine baut Mauern.
Der andere entzündet Feuer für Fremde.
Human zu bleiben bedeutet dann vielleicht:
– Brot zu teilen, obwohl man selbst nicht genug hat.
– Wahrheit zu sprechen, obwohl Angst profitabler wäre.
– Gemeinschaften zu bilden statt Festungen.
– Alte Menschen nicht zurückzulassen.
– Kinder nicht mit Panik zu vergiften.
– Den Schwachen nicht als Last zu sehen.
– Die Erde nicht weiter auszubeuten, nur weil man morgen fürchtet.
Vielleicht ist die größte spirituelle Prüfung nicht, ob die Zivilisation bestehen bleibt, sondern ob das Herz offen bleibt, wenn sie wankt.
Denn was ist ein geretteter Körper mit einer verhärteten Seele? Was ist Sicherheit ohne Mitgefühl? Was ist Überleben ohne Würde?
Die Mystiker aller Zeiten wussten es. Der Mensch ist mehr als seine Vorräte, mehr als seine Angst, mehr als sein Besitz.
Bewusstsein wächst nicht durch Abschottung, sondern durch Hingabe an das Lebendige. Vielleicht wird die Welt nicht durch jene erneuert, die am meisten gehortet haben, sondern durch jene, die im Chaos noch Mensch geblieben sind."
Beeindruckend, nicht wahr? Welcher Text spricht Dich mehr an. Sei bitte ehrlich und sag oder schreibe es mir.












